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Warum eine 3. Rhonekorrektion?Die Rhone ist krank. Das heutige Befinden des Flusses hängt direkt mit seiner Geschichte und der Entwicklung der Rhoneebene zusammen. Sein Zustand in den Bereichen Sicherheit, Umwelt und Erholungswert ist unbefriedigend. Die grundlegenden Ziele der 3. Rhonekorrektion (Kantone Wallis und Waadt) sind also: » die Gewährleistung des Hochwasserschutzes » die Revitalisierung und Vernetzung der Rhone mit der Rhoneebene » die Schaffung von gesellschaftlichem Mehrwert (Tourismus, Freizeit- und Erholungsraum) Ziele und Visionen von „Lebensraum Rotten“Das Projekt „Lebensraum Rotten – Rhone Vivant“ unterstützt die Kantone in ihren grundlegenden Zielen. Die Plattform strebt eine ausgewogene und nachhaltige 3. Rhonekorrektion an. Sie hat zum Ziel, die Bevölkerung für die Rhone und die Wiederbelebung eines grossen Alpenflusses zu sensibilisieren und zu begeistern. „Lebensraum Rotten – Rhone Vivant“ möchte, dass durch die 3. Rhonekorrektion ein Fliessgewässer entsteht, welches... » ... vielfältige und wertvolle Habitate für bedrohte Tier- und Pflanzenarten aufweist, » ... keine Wanderhindernisse für Fische enthält, damit diese in der Rhone und ihren Nebenflüssen frei zirkulieren können, » ... zum Verweilen und Entdecken einlädt und dadurch spannende Freizeit- und Erholungsräume öffnet für die Bevölkerung, » ... den Ansprüchen eines modernen ökologischen Hochwasserschutzes gerecht wird. Vorgehen der Plattform„Lebensraum Rotten – Rhone Vivant“ bietet ein Forum für den Austausch von Informationen, Ideen und für Diskussionen. Die Plattform lädt ein zu Exursionen und Veranstaltungen im Rhonetal und informiert über Hintergründe und Wissenswertes zur Rhone und zur 3. Rhonekorrektion. Mit der Sympathiekampagne „Mein Rotten – wo bist du?“ will sie diesen weitgehend unbekannten Fluss einem breiten Publikum näher bringen. Die Plattform verpflichtet sich zu einer konstruktiven Mitarbeit an der 3. Rhonekorrektion (betroffene Ämter und Kanton) und antwortet auf Anfragen. Die Plattform macht Interventionen, damit Natur und Landschaft innerhalb der 3. Rhonekorrektion berücksichtigt und gefördert werden. Die gesetzlichen Grundlagen aus Gewässerschutz, Wasserbau, Raumplanung und Naturschutz verpflichten die Kantone dazu, in Hochwasserschutzprojekten die Ökologie dem Hochwasserschutz gleich zu setzen. Wo nötig greifen die Initianten der Plattform ein, um daran zu erinnern, dass die Integration der ökologischen Ziele gleich wichtig ist wie jene der Sicherheit. Wir erwarten, dass ein Ausbau an der Rhone nach den bundes- und kantonalrechtlichen Vorschriften gewährleistet und nach den Erkenntnissen des modernen Hochwasser- und Gewässerschutzes vollzogen wird. Moderner ökologischer HochwasserschutzIm Rhone-Thur-Projekt haben zahlreiche Forschungspartner gemeinsam mit Bund und Kantonen Grundlagen und Methoden entwickelt, damit Revitalisierungsprojekte innerhalb des Hochwasserschutzes mit Gewinn für die Ökologie und Erfolg für alle Beteiligten umgesetzt werden können. Gesetzliche GrundlagenZur Sicherung des Raumbedarfs von Fliessgewässern stellt die Schweizer Gesetzgebung verschiedene Instrumente aus den Bereichen Raumplanung, Landwirtschaft, Umweltschutz und Wasserbau zur Verfügung. Die Renaturierung und Revitalisieung von Flüssen wird nicht in einem einzigen Bundesgesetz geregelt. Grossprojekte wie die 3. Rhonekorrektion werden durch verschiedene Gesetze und Verordnungen behandelt. Sie sollen sich mit dem Schutz des ökologischen Gleichgewichts befassen und den gesetzlichen Rahmen für einen gewässerfreundlichen Umgang bilden: |
Schulprojekte des WWF Schweiz und Pro NaturaLebensraum RhoneRevitalisierung oder Renaturierung? Wird ein Gewässer in seinen ursprünglichen natürlichen Zustand zurückversetzt, spricht man von Renaturierung. Bei der Revitalisierung werden hingegen „nur“ einzelne Elemente (z.B. offene Kiesflächen, Totarm, Prallhang) eines natürlichen Flussen wiederhergestellt. Dabei geht es oft darum, dem Fluss ein wenig Raum zurückzugeben, damit sich seine Dynamik und Strukturvielfalt verbessert und damit er eine bescheidene Überflutungsfläche hat.
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